Erfahrungsbericht über die Junge Europäische Sommerschule in Weimar

Vom 13. bis 26. Juli 2025 habe ich an der Jungen Europäischen Sommerschule teilgenommen. Der Aufenthalt war ein Stipendium des Deutsch-Ungarischen Jugendwerks.

Das Thema des Programms war: „Was ist die Aufklärung?“
 Wir waren 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 verschiedenen Ländern.

Die Tage haben meistens mit einem Seminar begonnen, geleitet von Dr. Paul Kahl, einem Literatur- und Kulturhistoriker. Wir haben viel über deutsche Literatur in der Zeit der Aufklärung gelernt.

Am Nachmittag sind wir fast jeden Tag nach Weimar gefahren, in eine Stadt mit viel Kultur. Wir hatten dort freien Zugang zum Studienzentrum. Dort konnten wir Bücher für unser Gruppenprojekt benutzen, an dem wir während der zwei Wochen gearbeitet haben. Wir durften auch die Herzogin Anna Amalia Bibliothek besuchen. Diese Bibliothek ist sehr besonders, weil sie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Ein Höhepunkt war eine Buchpräsentation mit Dr. Anette Seemann, wobei wir alte Bücher zum Beispiel von Rousseau sehen konnten.

In unserer Freizeit haben wir nicht nur an unseren Projekten gearbeitet, sondern auch die Stadt gemeinsam erkundet. Wir konnten kostenlos Museen besuchen außerdem Ausstellungen uns ansehen. Wir haben auch Goethes Wohnhaus, das Römische Haus und das Bauhaus-Museum besucht.

Einen Tag hatten wir ganz frei. Unsere Gruppe hat beschlossen, nach Leipzig zu fahren. Dort haben wir die Stadt besucht und sind ins Museum of Fine Arts gegangen. Mit einer Betreuerin sind wir auch nach Erfurt gefahren. Dort haben wir  über Martin Luther gelernt und eine Führung im Erfurter Dom bekommen.

Am letzten Tag hat jeder sein Projekt präsentiert. Als Andenken haben wir Postkarten ausgetauscht und persönliche Worte darauf geschrieben. Unsere Gruppe war schnell sehr eng verbunden. Schon am ersten Abend haben wir im Aufenthaltsraum das Spiel „Werwolf“ gespielt – jede Nation hatte andere Regeln, was das Spiel sehr spannend machte. Wir haben auch Filmabende organisiert oder sind zusammen ins Schwimmbad gegangen.

Ich kann sagen, dass diese zwei Wochen eine einmalige Chance in meinem Leben waren, wofür ich dem Deutsch-Ungarischen Jugendwerk sehr dankbar bin. Ich habe nicht nur mein Deutsch verbessert, sondern auch viel über die deutsche Literatur und Kultur gelernt – und tolle neue Freundschaften geschlossen.

Vivien Csősz, 12.c